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Warum ich einen Snapchat-Kanal an der TU München gegründet habe

#Gesellschaft
Warum ich einen Snapchat-Kanal an der TU München gegründet habe (Feature Image)

Ich habe vor einigen Wochen einen Snapchat-Kanal gestartet, in dem ich von dem Campusleben an unserer Uni erzähle. Einfach, weil es keine moderne Plattform für uns Studierende gibt und ich glaube, dass es uns gut tun würde, die Anonymität am Campus zu brechen. Ich finde, dass wir an der TUM alle eine große Community bilden. Ob du dabei Physik, Brauereiwesen oder Architektur studierst, ist völlig egal. Es ist auch egal, woher du kommst, welches Geschlecht du hast und ob du Spinat magst oder nicht. Ich möchte mit diesem Projekt uns Studierende sichtbar machen und erzählen, wer wir sind und was uns bewegt.

Ich bin Fabian, studiere Maschinenwesen im Master und steige nun seit mehr als 4 Jahren mehrmals in der Woche in die U6 Richtung Garching Forschungszentrum. Ich habe bereits verschiedene spannende Sachen an der TUM erleben dürfen – Mitarbeit in der Fachschaft, Hiwi-Jobs, Kurse an der Carl-von-Linde Akademie, ein Mentoring Programm, Karriereberatung, verschiedene Auslandsaufenthalte und mehr. Es gibt so viele Möglichkeiten an unserer Uni, da ist für jeden etwas dabei. Nur erreicht uns die Information entweder zu spät oder gar nicht. Vielleicht, weil unser alltägliches Studium uns ziemlich auslastet oder weil Angebote über zu viele verschiedene Kanäle kommuniziert werden, denen wir nur mühsam folgen können.

Deshalb bin ich mit dem Snapchat Kanal @tumstudents für euch unterwegs und erzähle von Veranstaltungen, Neuigkeiten und Alltäglichem am Campus unserer Uni. Außerdem ist geplant, einen Blick hinter die Kulissen verschiedener Organisationen zu werfen, wie zum Beispiel der Mensa. Dabei soll natürlich auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Wenn sich bald noch zwei bis drei weitere Studierende finden, können wir an allen Standorten präsent sein und euch von dort berichten.

Snapcode von @ŧumstudentsGleich mal den Snapcode scannen! ;)

Längst ist Snapchat mehr geworden als die Lieblingsapp einiger Teenager, die gerne Nacktfotos darüber verschicken, weil die Bilder sich nach kurzer Zeit von selbst löschen. Die App wurde laut einer diesjährigen Umfrage von Jugendlichen als wichtigstes soziales Netzwerk eingeschätzt und hat inzwischen weltweit mehr als 150 Millionen täglich aktive Nutzer. Snaps können nicht nur direkt an Freunde verschickt werden, sondern auch in die sogenannte Story gepostet werden, wo Bilder und Videos aufeinander folgend abgelegt werden und für 24 Stunden beliebig oft abgerufen werden können. Damit ergibt sich durch die ununterbrochene Wiedergabe eine aus vielen einzelnen Schnipseln zusammengesetzte Geschichte.

Warum „snappen“ so Spaß macht, liegt sicherlich auch an den fast grenzenlosen Möglichkeiten, seine Fotos und Videos kreativ und unkompliziert mit Filtern, Emojis, Stickern, Texten, oder Gemaltem zu überlagern. Und es bleibt stets die Gewissheit, dass Snaps nach einem gewissen Zeitraum nicht mehr zugänglich sind – zumindest für alle, die nicht für die NSA arbeiten. Es müssen daher nicht die perfekten Selfies sein, die man von sich teilt, sondern der gerade erlebte Moment zählt. Was ich beispielsweise von vor zwei Wochen über die TUM Adventsmatinee gepostet habe, interessiert heute niemanden mehr. Diese Kurzfristigkeit bei Snapchat eröffnet Chancen für spontane, nicht perfekte und damit authentischere Inhalte.

So kann eine Story von dem wiederkehrenden Format „Mensa Check“ aussehen. Dabei gehen wir in die Mensa und testen das Essen (Erstellt am 05.12.2016)

Über Snapchat Storys möchte ich nicht nur über Karrieremessen, Partys und Hochschulgruppen erzählen, sondern auch mit euch in Kontakt kommen. Geplant sind kleine Interviews, in denen ihr von eurem Studium oder euren Hobbys erzählen könnt. Außerdem werde ich auch Challenges starten, bei denen ihr beweisen könnt, dass ihr es richtig drauf habt. Ein Snapchat-Kanal also soll das Leben an unserem Campus grundlegend verändern, so dass wir am besten bald alle Freunde sind? Nein, das reicht natürlich nicht. Aber wir können den Anfang bilden, uns über Fakultätsgrenzen hinweg zu vernetzen und uns austauschen, was unsere Freuden und Sorgen sind. Ob wir einfach mal Party machen, im Prüfungsstress die Motivation verlieren oder jubeln vor Freude, weil die Zusage für das Wunschpraktikum ankam – all das kann die offizielle Facebook-Seite der TUM nicht abbilden.

Schaut doch einfach mal rein und gebt mir Feedback, was ihr von der Idee und der bisherigen Umsetzung haltet. Auch Vorschläge zu neuen Formaten sind immer willkommen! Außerdem werde ich auf dem Kanal regelmäßig coole Sachen verlosen. Als Leser meines Blogs könnt ihr eine blaue TUM Tasche, einen TUM Flaschenöffner und ein TUM Schlüsselband gewinnen, wenn ihr bis zum 01.01.17 den Kanal hinzufügt und mir eine kurze Nachricht schreibt, dass ihr gewinnen wollt.

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