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Zwei Welten

#Persönliches

Beziehungen zu Städten empfinde ich oft ähnlich zu Beziehungen mit Menschen. Man merkt gleich, ob es so richtig passt, man pragmatisch ganz gut miteinander klar kommt, oder man sich gar nicht versteht. Das herauszufinden finde ich am einfachsten, indem man gemeinsam Zeit miteinander verbringt. Und am liebsten Alltägliches tut.

In den letzten Semesterferien habe ich wieder einige Wochen in Berlin verbracht. Ich musste raus aus meinem gewohnten Umfeld und Neues entdecken. Irgendwann fällt mir sonst gar nicht mehr auf, was ich an meinem Umfeld schätze und was ich misse – ich bekomme eine Art Tunnelblick und lebe meinen Alltag, die Details fallen mir kaum noch auf oder ich bin nur noch noch genervt von ihnen. Vor allem die sich stetig wiederholdende Dinge, wie zum Beispiel das Einsteigen in die U-Bahn oder der immer gleiche Nachhauseweg machen mich müde im Kopf. Bin ich in einer anderen Stadt, werden wieder alle Sinne aktiviert, denn es gibt so viele spannende neue Eindrücke. Es macht wieder Spaß, U-Bahn zu fahren, einzukaufen, Spazieren gehen und abends nach Hause zu laufen.

In München habe ich mich nie so richtig wohlgefühlt. Nach drei Tagen in Berlin wusste ich: ich möchte bei dir sein.

muenchen-lmu-brunnenmünchen.

du bist wo ich bin
dich kenne ich
zu gut
du bist so vorhersehbar
weiß gar nicht mehr so genau weshalb ich dich gewählt habe
nett bist du schon
auch recht schön
aber dein charakter macht nichts mehr mit mir
deine zeit ist vorbei

berlin-warschauer-brueckeberlin.

du bist wo ich sein möchte
mit dir verbringe ich quality time
du birgst lauter überraschungen in dir
du bringst mich zum staunen, nachdenken, zweifeln
wenn ich nicht bei dir bin
ist zeit verschwendet
ich verpasse so viel
du bist meine zukunft

Fabian Keitel

Hat Maschinenbau studiert, aber noch nie eine Maschine gebaut. Schreibt hier auf seinem Blog Geschichten, ohne Geschichte studiert zu haben – meist über Themen zwischen Technologie und Gesellschaft.

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